13. TJO 2017 - Brundibár

Beim 13. TJO-Projekt wurde die Kinderoper Brundibár von Hans Krása einstudiert. Die Kasseler Premiere fand am 17. Juni 2017 mit dem Theater-Jugendorchester und dem Cantamus Kinderchor im damals ausverkauften Schauspielhaus statt. Die solistischen Rollen übernahmen allesamt Kinder aus dem Cantamus Chor.

TJO 2017 Brundibár © N. Klinger
TJO 2017 Brundibár © N. Klinger

Brundibár ist eine der ersten Opern, die speziell für Kinder komponiert wurde und auch von Kindern aufgeführt wird. Sie handelt von den Geschwistern Aninka und Pepíček. Um der kranken Mutter Milch kaufen zu können, beschließen sie auf dem Marktplatz zu singen, um Geld zu verdienen. Das ärgert den Leierkastenmann Brundibár, der nicht teilen will.

von links: Nele Fromm, Sophia Dreier und Anna Huss
Katze, Hund und Spatz © N. Klinger

Mit Hilfe ihrer Freunde, dem Spatz, der Katze, dem Hund und allen Kindern der Nachbarschaft, gelingt es Aninka und Pepíček, sich gegen Brundibár zu behaupten. In einem finalen Marsch singen alle Kinder und Tiere ihr Credo laut heraus: »Ihr müsst auf eure Freundschaft bau’n, den Weg gemeinsam gehn, auf eure Kraft vertrau’n und zueinander stehn.«

Plakat der Aufführungen im Konzentrationslager Theresienstadt
Plakat der Aufführungen im KZ

Hans Krása hatte Brundibár 1938 im Zuge eines Wettbewerbs des Ministeriums für Schulwesen und Volksbildung zu Papier gebracht. Der Text stammte von seinem Freund Adolf Hoffmeister (1902–1973), der unter anderem als Maler, Illustrator, Bühnenbildner und Journalist tätig war.

1942 wurde Krása – jüdischer Herkunft – ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo es über 50 Vorstellungen von Brundibár geben sollte.